Halle fuer Kunst laedt herzlich ein zu
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»Filmic Affairs – Schnittstellen zwischen Kunst und Kino«
Enrico David, Coverentwurf, Manfred Hermes, »Deutschland hysterisieren: Fassbinder, Alexanderplatz« (2011)
»Intensitäten und ihre Grenzen« - Vortrag von Manfred Hermes
Freitag, 12. April 2013, 19 Uhr
Halle fuer Kunst, Reichenbachstr. 2, 21335 Lueneburg
Eintritt frei
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»Kunstbereich« und »Kino/Film« stehen in einem inkongruenten Verhaeltnis. Dazwischen liegt ein holpriges und unuebersichtliches Gelaende. Die Intensitaeten sind verschieden verteilt. Die Voraussetzungen, Ansprueche, Faszinationen und Adressierungsformen sind andere. Der Kinofilm handelt mit Gefuehlen und Erwartungen, der Kunstbereich mit Mannigfaltigkeiten und Namen. Was die Kunst vom Film will, ist daher pauschal nicht zu sagen. Trotzdem unterstellen Filmvermittler dem »Kunstbereich« einen unstillbaren Appetit auf bewegte Bilder und die Beschlagnahme »experimenteller« Aktivitäten. Wenn ein Moment von Zerstreuung und Willkuer hier auch nicht zu uebersehen ist, so trifft dieses allerdings auf die Filmseite ebenfalls zu. Ein Indiz waere das Ueberlaufen filmkritischer Diskurse zur US-Serie, deren privater, monotoner Konsum mit »Kino« unvereinbar ist. Aber das sind auch nur Verallgemeinerungen, nur die Darlegung von Einzelfaellen kann Klarheit in die Struktur von Verhaeltnissen bringen. Das soll nicht zuletzt am Beispiel von »Berlin Alexanderplatz« geschehen. Die neuere Auffuehrungsgeschichte von Fassbinders TV-Serie ist geeignet, die nicht immer nur produktive Dialektik zu illustrieren, die kunstinstitutionelle Entgrenzungen in Gang setzen koennen.
Manfred Hermes ist freier Autor und schreibt in Zeitschriften und Katalogen ueber Teilbereiche zeitgenoessischer Kunst und des narrativen Films, zuletzt ueber die weißen Bilder von Martin Kippenberger (Hamburger Bahnhof, Berlin) und zur Ausstellung »Liebe ist kaelter als der Kapitalismus« im Kunsthaus Bregenz. Einzelveroeffentlichungen: »Ull Hohn« (Berlin 1996), »Martin Kippenberger. Kippenbergers Diskretion« (Köln 2005), »Deutschland hysterisieren. Fassbinder, Alexanderplatz« (Berlin 2011).
»Filmic Affairs – Schnittstellen zwischen Kunst und Kino«
Die Reihe widmet sich dem traditionsreichen und spannungsgeladenen Verhaeltnis von Kunst und Film bzw. Kino. Zwischen den beiden Feldern gibt es seit der Erfindung des Films Verbindungen und Divergenzen, die zu einer wechselvollen Geschichte gefuehrt haben, in der sich Kunst und Kino immer wieder abstießen, aber auch durchdrangen. So vielfaeltig die Annaeherungen der Raeume von Kunst und Film bzw. Kino mittlerweile sind, werden die Diskurse von vielen Film- und Kunsttheoretikern als aneinander vorbei gleitend wahrgenommen, wobei dies sowohl begrueßt als auch moniert wird. »Filmic Affairs« widmet sich aus unterschiedlichen Perspektiven diesem Nebeneinander von Kunst und Kino und stellt nach wie vor aktuelle Fragen wie »Was will die Kunst vom Film?« (Texte zur Kunst, 2001). Wie nimmt sich die Arbeit mit Film im Kunstkontext gegenwaertig aus? Was sind die Effekte der Vereinnahmungsprozesse seitens der Kunst mit ihrer eigenen Wertschoepfungslogik und ihren spezifischen Praesentationsformen? Was kann ueber die unterschiedlichen Erfahrungen von Film im Ausstellungs- und Kinoraum noch gesagt werden?
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Großzuegig gefoerdert durch das Land Niedersachsen, den Lueneburgischen Landschaftsverband und die Hansestadt Lueneburg.