Overblog Alle Blogs Top-Blogs Mode, Kunst & Design
Edit post Folge diesem Blog Administration + Create my blog
MENU

WideBlick - Potential-Entwicklungs-Magazin für junges Denken: Themen, die diskussionswürdig sind. Musik, die hörenswert ist. Filme, die sehenswert sind. Fakten, die wissenswert sind. (Musik, Aphorismen, Politik, Umwelt, Filme, Kunst, Pädagogik, Termine). Thematisch gibt es fast keine Begrenzungen. (Kein Mainstream!)

Werbung

ensemble resonanz "urban strings", kulturhaus III&70, 8.6.12

urbanstrings.jpg

 

3...7...12...13!!! Die Musiker des Ensemble Resonanz inszenieren den ewigen Kampf zwischen Gut und Böse, Leben und Tod, Himmel und Hölle.
Special Guests: Der Tod und das Mädchen (unplugged), außerdem: Die gefallenen Engel.

Warnhinweis: Triskaidekaphobikern wird vom Besuch des Konzerts abgeraten!

 

 


 

urban string: Finished Friday 13th - das Ensemble Resonanz zwischen Gut und Böse

ohn Dowland (*1563): »Lachrimae or seven tears« (Ausschnitte)
Franz Schubert (*1797): »Der Tod und das Mädchen« (Zweiter Satz aus dem Streichquartett Nr. 14, d-Moll, op. post. D 810)
Krzysztof Penderecki (*1933): Quartetto per archi, Nr. 1
George Crumb (* 1929): »Black Angels - Thirteen Images from the Dark Land« for electric string quartet

Ensemble Resonanz

Am 8. Juni entbrennt im Kulturhaus III&70 ein Kampf, der so alt ist wie die Menschheitsgeschichte selbst. In der Reihe »urban string« inszenieren die Musiker des Ensemble Resonanz mit Werken von Dowland, Schubert, Penderecki und Crumb die musikalische Auseinandersetzung zwischen Gut und Böse, Leben und Tod, Himmel und Hölle.

Mit »Black Angels - Thirteen Images from the Dark Land« konstruierte der amerikanische Komponist George Crumb 1970 einen Abriss der westlichen Kulturgeschichte, kreisend um das Thema Existenz und Vergänglichkeit. So finden sich in dem Stück musikalische und historische Zitate aus allen Jahrhunderten wieder, darunter u.a. der zweite Satz aus Schuberts »Der Tod und das Mädchen«, Dowlands »Pavanna Lacrimae« und Pendereckis »Threnody to the Victims of Hiroshima«.

Nichts scheint dabei dem Zufall überlassen, alles ist bedeutungsschwanger: Crumb als Fan des Zahlenspiels strukturiert sein Werk nach den symbolträchtigen Primzahlen 7 und 13, unterzeichnet die Partitur ironisch distanziert mit »Finished on Friday thirteenth«.
Die Gliederung in drei Teile, überschrieben mit »Departure«, »Absence« und »Return« (Aufbruch, Abwesenheit und Rückkehr), geht zurück auf die drei Sätze von Beethovens Klaviersonate Nr. 26, bekannt als »Les Adieux«, und nimmt damit Bezug auf den Prozess der Seelenwanderung und den Zyklus des Lebens.

Dem Zeitgeist der avantgardistischen Komponisten der 50er und 60er entsprechend, setzt Crumbs Komposition auf experimentelle Elemente unter Verwendung elektronischer Technik. Gezupft, angeschlagen und auf den Kopf gestellt, befreit Crumb wie auch Penderecki den Klang von allen Traditionen. Zusätzliches Instrumentarium wie Gongs und Glasharfen erweitern die Möglichkeiten der Tonerzeugung.

Crumbs gefallene Engel brechen als schwarmartige Invasion über das Publikum herein und nehmen Ohren und Augen gleichermaßen gefangen.

Datum:
08.06.2012
Uhrzeit:
21.00 Uhr
Bemerkung:
Eintritt: 8,- Euro
Ort:
Kulturhaus III & 70
Straße:
Schulterblatt 73
PLZ/Ort:
20357 Hamburg
Werbung
Zurück zu Home
Diesen Post teilen
Repost0
Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentiere diesen Post