WideBlick - Potential-Entwicklungs-Magazin für junges Denken: Themen, die diskussionswürdig sind. Musik, die hörenswert ist. Filme, die sehenswert sind. Fakten, die wissenswert sind. (Musik, Aphorismen, Politik, Umwelt, Filme, Kunst, Pädagogik, Termine). Thematisch gibt es fast keine Begrenzungen. (Kein Mainstream!)
Dezember 2012
Beginn der Vorstellung jeweils 20.Uhr, Eintrittspreis 15.00 Euro, erm.10
Kartenvorbestellung : 280 55 467, Steindamm 45, UBahn Lohmühlenstraße
Sa., 1.: GERHARD HENSCHEL, HARRY ROWOHLT, FRANK SCHULZ:
Lesung aus Gerhard Henschels "Abenteuerroman" In Zusammenarbeit mit Hoffmann & Campe und der Hamburger Autorenvereinigung
So., 2.: 10 Jahre Los Cabales - Jubiläumskonzert:FLAMENCO DE CUATRO TIERRAS
Flamenco aus Sevilla, Jerez, Cádiz und Altona!
Mit MANOLO FRANCO, JOSÉ PARRONDO, PEPE TORRES und EL NIÑO
DEL PARQUE. Gastgeber: MARTINA DEL PRADO und EMANUEL EGMONT
ACHTUNG: Einheitspreis 15,- Euro
Di., 4.: MAX UTHOFF: "Oben bleiben"
Mi., 5.: ANGELA BUDDECKE: "Ausgekoppelt" - Hits am Stück - - HH-PREMIERE!!!
Do., 6.: IRMGRAD KNEF: "Prost Weihnacht" - das etwas andere
Weihnachtsprogramm - HH-PREMIERE!!!
Fr., 7. + Sa., 8.: FIL: "Die Fil-Show" - HH-PREMIERE!!!
So., 9.: LYDIE AUVRAY Solo: "Pur Plaisir" - HH-PREMIERE!!! 20 Euro/ erm. 15,- Euro
Di., 11. + Mi., 12: JOCHEN MALMSHEIMER: "Ermpftschnuggn trødå! - hinterm Staunen kauert die Frappanz" - HH-PREMIERE!!! 20 Euro/ erm. 15,- Euro
Do., 13.: ERWIN GROSCHE: "Warmduscherreport Vol. 2"
Fr., 14., 10 Uhr: Kindertheater "Eisbär &Co" (ab 5 Jahre) - Eintritt frei!!!
Fr., 14.: Jürgen "KUTTNER ERKLÄRT DIE WELT" - Videoschnipselvortrag.
- Jedes Mal anders!!
Sa., 15.: SEBASTIAN KRÄMER & MARCO TSCHIRPKE: "Ich'n Lied - Du'n Lied"
So., 16.: "The Road Poets" - Bandabend mit Songs von Waits-Dylan-Young von & mit: DAVID ALLERS, ALLAN D. JENSEN und ANDREAS CHRIST
Di., 18. Dez. bis Di.,1. Jan.: (ausser 24.12.):
LISA POLITT & BAND: "Wozu reden, sag ich immer"
Sa., 1. Dez.:
GERHARD HENSCHEL, HARRY ROWOHLT, FRANK SCHULZ:
"Abenteuerroman" von Gerhard Henschel, Lesung
Eine Zeitreise in die frühen achtziger Jahre: In Gerhard Henschels "Abenteuerroman" bricht der junge Erzähler Martin Schlosser vom emsländischen Meppen in die große weite Welt auf. Oder doch in das, was er dafür hält, denn von Meppen aus wirkt ja selbst Bielefeld wie Las Vegas. Martin Schlosser reist nach Amsterdam, nach Norderney, nach Berlin, nach München, nach Wien und nach Venedig. Er demonstriert in Brokdorf und Bonn, muß vor einem Gewissensprüfungsausschuß für Kriegsdienstverweigerer bestehen und registriert verblüfft, wie sich seine erste große Liebe nach und nach in etwas verwandelt, das damals den Namen "Beziehungskiste" trug und folgerichtig viele knifflige Beziehungsdiskussionen nach sich zog. Doch er hält allen Schrecken stand und hat am Ende schon wieder große Rosinen im Kopf. Gemeinsam mit Gerhard Henschel tragen Harry Rowohlt und Frank Schulz im Polittbüro die erschütterndsten Passagen aus dem "Abenteuerroman" vor.
www.tomprodukt.de/gerhard-henschel
2. Dez. 2012, 20 Uhr
Flamenco de Cuatro Tierras - HH- Premiere!!!
Flamenco aus Sevilla, Jerez, Cádiz und Altona
Manolo Franco, 1. Preisträger der Flamenco-Bienale in Sevilla, ist seit vielen Jahren einer der gefragtesten Solisten und Begleitgitarristen. Paco de Lucia sagte über ihn: »Er hat ein sprudelndes Gitarrenspiel und ist voller neuer Ideen. Alles, was er hervorbringt, beweist seine technische Perfektion.«
Pepe Torres, ein Tänzern, der sein traditionelles Erbe neu entdeckt und zeitgemäß interpretiert. Schnörkellos, unbedingt musikalisch und rhythmisch explosiv. Die Nominierung für den Grammy Latino 2007 seiner CD »Son de la Frontera«, belegt, dass diese Rückbesinnung heute auch über die Grenzen der Flamencowelt hinaus Anerkennung findet. José Parrondo, einer der großen Weisen der Flamencokunst. Als einziger Sänger hat er alle ersten Preise des berühmten »Concurso de Cante de Antonio Mairena« und des »Internationalen Festivals de la Unión« erhalten. El Niño del Parque, hat mit den größten Künstlern - u.a. Camaron - gearbeitet, zunächst in Cádiz dann in Madrid und seit einigen Jahren auch in Deutschland. (u.a. 1. Preis des Concursos »Memorial Camaron de la Isla« und der Wettbewerbe in Vejer, Casas Viejas und Sanlucar). Initiatoren des Festivals und Gastgeber des Abends sind die Tänzerin Martina del Prado und der Gitarrist Emanuel Egmont.
Anlässig des 10-jährigen Jubiläums ihres Flamenco-Tanz-Studios Los Cabales möchten sie mit diesem einzigartigen Zusammentreffen großartiger Solisten sich und allen hamburger Flamencofreunden ein Geschenk machen: Gitarre, Gesang und Tanz - kompromissloser Flamenco, kraftvoll und authentisch, wie er heute nur noch selten erlebbar ist - verwurzelt in einer lebendigen Tradition und gelebt zwischen Sevilla, Jerez, Cádiz und Altona.
http://www.loscabales.de
Di., 4. Dez.:
MAX UTHOFF:
"Oben bleiben"
Kabarett ist unanständig. Denn es bedeutet sich in aller Öffentlichkeit über sein Personal lustig zu machen. So etwas tut man nicht. Max Uthoff weiß das. Er tut es trotzdem. Max Uthoff ist oben. Als Mann, Weißer, Westeuropäer. Da heißt es, die Pfründe zu sichern gegen die Hungrigen, die ihr Stück vom Kuchen abhaben wollen: Migranten, Arme, Frauen. Und so ruft man Ihnen zu: Das Leben ist kein Wunschkonzert! Eher eins von Rammstein. Zu teuer, schlecht im Geschmack, das Böse anbetend. Die gute Nachricht lautet: Wir Deutschen haben auch anständig bezahlte Leiharbeiter: Politiker. Wir leihen ihnen die Arbeit, von der wir ahnen, dass sie zu schmutzig ist um sie selbst zu machen. Das ist gut so, denn für eine gerechtere Weltordnung haben wir selbst keine Zeit.
Hereinspaziert, meine Damen und Herren, in das Panoptikum des alltäglichen Wahnsinns. Max Uthoff gibt sich die Ehre als Reiseführer durch ein Land, in dem sich jeder Zehnte nach einem starken Führer sehnt. Und das trotz Roland Pofalla. Lassen Sie sich verunsichern durch ein Programm, dass sich den wichtigsten Fragen wie immer verweigert: Ist die Justiz nur eine Freisprechanlage der Mächtigen? Was wächst von unten: Stalaktiten oder Antisemiten? Und wenn deutsche Eltern ein kluges Kind wollen, müssen sie dann eins aus Südkorea adoptieren? "Ein erstklassiger Kabarettist" - (Stuttgarter Zeitung)- "Er packt sie alle. Gnadenlos. Klug."(Cellsche Zeitung). "Ein satirischer Scharfschütze" (Jury Stuttgarter Besen). Unser Publikum fand ihn beim letzten Mal auch gut- kein Wunder. Deutscher Kabarett-Preis 2011/ Deutscher Kleinkunstpreis 2012. www.maxuthoff.de http://www.youtube.com/watch?v=RjCu_6PfxS8&feature=related
Mi. 5. Dez.: - HH-PREMIERE!!!
ANGELA BUDDECKE
"Ausgekoppelt"- Hits am Stück - die Abschiedsversion
Angela Buddecke startete ihre Karriere als Solo-Künstlerin im Februar 2000 mit dem Programm "Am besten nichts Neues - Lieder von Georg Kreisler". Seither schrieb und produzierte sie vier eigene Shows, mit denen sie das Publikum im deutschsprachigen Raum begeisterte. Voll Wortwitz und Weisheit, Zunder und Zartheit, Power und Poesie sind ihre Texte, kongenial in allen Stil - Arten funkelnd ihre Musik.Wer die erstklassige Pianistin, Schauspielerin und Sängerin einmal erlebt hat will ganz einfach mehr. Das Jubiläums-Programm, das die Hits aus allen Shows in einen Abend packt, gibt es ab Mai 2012 in einer Abschieds-Version; denn am 20.12.2012 verabschiedet sich Angela Buddecke in eine Bühnenpause, deren Ende noch nicht bestimmt ist. Bis dahin ist die vielseitige Lebens -Gesamtkünstlerin noch unterwegs auf ihrer Sinnes-Reise mit dem köstlichen Proviant aus geistreichem Liedgut, handfesten Sprechnummern, satirischen Kabinettstücken und einigen Kreisler-Bonbons.
Worum es dabei geht? Buddecke: "Um immer dasselbe. Wir kommen auf die Welt, wir verlassen sie, und in der Zwischenzeit treiben wir allerhand merkwürdiges Zeugs, um zu verdrängen, dass wir hier nicht ewig bleiben können. "...ein Multitalent, das mit gängigen Etikettierungen nicht zu benennen ist". (Rheinischer Merkur) "Endlich eine Kabarettistin, die nicht ulkig ist, sondern witzig". (Hamburger Morgenpost) "Alles an ihr sprüht vor Schalk, Kraft und Flapsigkeit". (Basellandschaftliche Zeitung) www.angelabuddecke.com
Do., 6. Dez.: - HH-PREMIERE!!!
"Prost Weihnacht !" Das etwas andere Weihnachtsprogramm von und mit
ULRICH MICHAEL HEISSIG
Wenn man, wie Irmgard Knef, dutzende Weihnachtsfeste von 1933 bis zum letztjährigen Bethlehembesuch bewusst miterlebt und gefeiert hat, kann man was erzählen: Ganz vorweihnachtlich unsentimental und mit Berliner Schnauze! Die alternative Weihnachtsfrau mit rauchig whiskyzarter Stimme präsentiert einen swingenden, frech-fröhlichen Kabarettabend mit jazzigen Christmas Songs, komischen und unerhörten Weihnachtsliedern - selbst ihre größten Erfolge werden unter weihnachtlichem Blickwinkel betrachtet. Noch nie gab es so coole Krippenansichten und jazzigen Engelsgesang!Irmgard Knef hebt die Glühweintasse nur, um sie gegen ein herbes Pils zu tauschen: Prost Weihnacht! Die Jury des Deutschen Kabarettpreises 2004: "Musikalisch und textlich eigenständig, darstellerisch auf den Punkt gebracht korrespondieren jenseits der Oberfläche Original und Fiktion. Große Kleinkunst!" www.irmgardknef.de
Fr., 7.& Sa., 8. Dez.: - HH-PREMIERE!!!
"Die FIL- Show"- Der Kultkomiker und Comic-Meister aus Berlin präsentiert zum Bühnenjubiläum das Beste aus 20 Jahren.
Seit 20 Jahren erfreut er uns mit seinen Einfällen, seinen Denk- und Bühnenfiguren, seinen - wie er es nennt - »characters« und deren ungeheuerem Sprachvermögen: Fil, die Stimme Berlins, der Top-Typ aus der Trabantenstadt, Satans Singer-Songwriter. Den Kritikern fällt es schwer ihn in Worten zu fassen: "Fil, the Papst", bemüht die Berliner Zeitung ein Gleichnis, und die Hamburger Morgenpost rätselt: "Er ist echt gut, obwohl er lustig ist." Der Tagesspiegel versucht es ebenfalls: "Manches Werk...ist große Kunst, anderes ist so flach, dass es fast schon wieder tiefgründig wirkt." Auch RBB radioeins ist voll der Ahnung: "...manchmal aufs Übelste dahinimprovisiert, dann wieder erschreckend professionell." Mehr als 100 Lieder und Gedichte hat er in den vergangenen Jahren hervorgebracht. Die Besten, oder auch die Skurrilsten, oder auch die Vergessensten, von denen es ganz schön viele gibt, hat er für seine Jubiläumsshow zusammengestellt.
Für alte Fans sowieso ein Muss und eine Wiedersehensfreude mit alten Krachern und für Neueinsteiger in's Filversum der perfekte Moment. Also:hin !
www.fil-berlin.de
So., 9. Dez.: ACHTUNG: 20 Euro/ erm. 15,- Euro
LYDIE AUVRAY Solo: "pur plaisir" - HH-PREMIERE!!!
Lydie Auvray, die "Grande Dame des Akkordeons", weiß auch nach 35jähriger Bühnenkarriere noch immer zu überraschen, sich selbst und ihr Publikum: zum allerersten Mal geht sie jetzt unter dem Titel "pur plaisir" mit einem abendfüllenden Soloprogramm auf Tournee. Lydie Auvray begann als Begleitmusikerin bei Konzerttourneen von Klaus Hoffmann und Hannes Wader, wo sie musikalisch wie auch optisch schnell von sich reden machte. Zwischenzeitlich hat sie auch im Trio mit Gitarrist und Pianist eine weitere Option für Live-Konzerte kreiert und in kurzer Zeit erfolgreich etabliert. Die gebürtige Normannin, die das Akkordeon in Deutschland geadelt und als ernstzunehmendes Instrument für die Populärmusik zurück gewonnen hat, zeigt auch in ihrem Soloprogramm, was sie auszeichnet und ihre künstlerische Klasse ausmacht: Vom ersten bis zum letzten Ton ihrer Konzerte sind ihre Hingabe und Leidenschaft zu spüren. Ihre Farb- und Lautstärkepalette ist genauso
erstaunlich wie ihre klangliche Flexibilität.
www.lydie-auvray.d
Di., 11. + Mi., 12. Dez.:
JOCHEN MALMSHEIMER: HH- PREMIERE!!!
Ermpftschnuggn trødå! - hinterm Staunen kauert die Frappanz
In seinem neuen Wortgestöber "Ermpftschnuggn trødå" rückt Jochen Malmsheimer, wie schon der Titel nahelegt, alles was uns verbindet, was uns trennt oder uns auch ganz kalt läßt, ins Epizentrum seiner epischen Komik, nämlich die Sprache. Also mal ganz anders! Wahrscheinlich. Und so stellt sich Malmsheimer gewohnt engagiert und hoch anregend der Barbarei wie auch der Dummheit in den Weg, um ein Machtwort zu sprechen. Und zwar mit Subjekt, Prädikat und Objekt, also in ganzen Sätzen. Damit das jetzt endlich mal klar ist. Näheres regelt ein Bundesgesetz.*1961 in Essen, Kabarettist und "König der Komiker" (Nürnberger Zeitung). Studium der Germanistik und Geschichte an der Ruhr-Universität Bochum, anschließend Buchhändlerlehre. Von 1992 - 2000 im Duo "Tresenlesen" (Preisträger Prix Pantheon 1997 und Salzburger Stier 1998). Seit 2000 erfolgreicher Solist, zahlreiche weitere Auszeichnungen (u.a. Deutscher Kleinkunstpreis, Deutscher
Kabarettpreis, Bayerischer Kabarettpreis). Ein Millionen-Fernsehpublikum erreicht Jochen Malmsheimer durch seine regelmäßigen Auftritte im ZDF bei "Neues aus der Anstalt".
http://www.jochenmalmsheimer.de
Do., 13. Dez.:
ERWIN GROSCHE:
"Warmduscher Report II"
Seinen "Warmduscherreport" nennt Erwin Grosche nicht "Best of". Das würde einen auch wundern. Bei ihm sind es "poetische Sonderbarkeiten aus 30 Jahren". Und sie tun gut. In einer Zeit, in der das Höher, Weiter und Schneller das Zepter schwingt, bräuchte es mehr Erwin Grosches. Für einen wie ihn ist nichts selbstverständlich. Er führt den Gottesbeweis anhand von aufgewärmten Spinat. Der Paderborner Kulturpreisträger gibt allen zu kurz gekommenen Gelegenheit mit ihm warm zu duschen und sich heiß zu freuen. "Mit ernstem Blick und großen runden Augen sieht er ein bisschen aus wie Buster Keaton. Beim Sprechen entwickeln seine Worte mitunter eine ganz typische Melodie, Reim und Rhythmus, als wäre er ein sanftmütiger Vorfahr der Rapper. Seit über zwanzig Jahren ist er einer der ganz Großen der Kleinkunst, ein Genre für sich, aller Bekanntheit zum Trotz immer noch umgeben von der Aura des Geheimtipps." (NGZ). "Gottlob, dass es ihn gibt! Denn er
ist, im wahrsten Sinne des Wortes, der einzige und der einzigartige Protagonist einer literarischen Kleinkunst und einer absurden Poesie, die im Kabarett immer seltener vorgetragen wird." (Hanns Dieter Hüsch)
www.erwingrosche.de
Fr., 14. Dez., 10 Uhr: EINTRITT FREI!!!
THEATER ZEPPELIN:
"Eisbär & Co." (für Kinder ab 5 J)
Ein Eisbär kann am Nordpol nicht mehr leben: das Eis schmilzt und er kann nicht mehr jagen gehen. Eine Anglerin, ein Fischer, eine Köchin und eine männliche Fee begleiten den Bären auf seiner Reise in den Süden - auf der Suche nach Futter und einer neuen Heimat. Unterwegs lernt der Bär, warum man keine Äpfel aus Australien essen soll, warum man seinen Müll nicht einfach in die Gegend wirft und dass nur ein Wunder hilft, die Umwelt mühelos zu retten.
Fr., 14. Dez.:
Jürgen KUTTNER erklärt die Welt" - Videoschnipselvortrag. (siehe 9.11.)
Jürgen Kuttner erklärte schon in der Nachwendezeit im Berliner Radio auf unnachahmliche Weise die Welt und erlangte dafür schnell Kultstatus. Seitdem zeigte er, wie Wahrheit an Orten gefunden werden kann, wo sie nicht gebraucht wird. "Kollateralschlager in der Sinnzentrifuge" nennt er sein Programm bisweilen. Gern erklärt er vor dem gezeigten Beispiel genau, was alles gleich zu sehen sein wird und welche kulturelle oder politische Querverbindung hinter diesem oder jenem kuriosen Detail steckt- so entsteht eine ganz spezielle "Schule des Sehens". Ein Schnipsel zeigt einen Musikwissenschafts-Professor aus Halle, der Mitte der Sechziger vom "Anglismen"-freien Schlager schwärmt. Der Mann sagt tatsächlich "Anglismen"- und ist in sich ebenso exotisch wie das Schlager- Beispiel der "Sowjetfrau" im Mohairkostüm, die von einem DDR-Zeltplatzbibliothekar angebaggert wird. Es geht eben um die allgemeine große Wahrheit, die den Schlagern innewohnt... "Wie is dit
zustandejekomm?" Kuttner dekonstruiert witzig und mit Distanz die Trouvaillen aus Ost und West, ohne den erhellenden Quatsch erfinden oder an den Haaren herbeiziehen zu müssen. (Schaan, "Volksblatt") Jürgen Kuttner ist Kulturwissenschaftler und freier Kunstschaffender. Er war einer der langjährigen Moderatoren des Rundfunksenders Fritz (RBB) sowie Mitbegründer der Ostausgabe der taz. Neben seinen legendären Sprechfunkabenden auf Radio Fritz hat der Moderator an der Berliner Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz mit seinen meist monatlichen Videoschnipselvorträgen "Von Mainz bis an die Memel" Kultstatus erlangt und ist mittlerweile überregional in Deutschland, Österreich und der Schweiz bekannt.
www.kuttner.de
Sa., 15. Dez.:
Sebastian Krämer und Marco Tschirpke:
"Ich'n Lied, du'n Lied"-
Musikalisch-literarisches Kabarett und Lapsuslieder
Unter dem schlichten, aber verheißungsvollen Motto "Ich'n Lied - du'n Lied" teilen sich Marco Tschirpke und Sebastian Krämer, die beiden Berliner Kabarettisten den Abend. Sebastian Krämer, mehrfach preisgekrönt (u.a. NDR-"Kultur-Förderpreis 2004", 1. Preisträger beim "Stuttgarter Chanson- und Liedwettbewerb 2005" und zweimaliger German International Poetry Slam-Champion) starrt so lange und gründlich auf die Dinge, bis diese nervös werden, ihre Abgründe und Risse offenbaren. Das Ergebnis sind Lieder, die harmlos beginnen und im Wahnwitz eskalieren. Er hat schon des öfteren das Publikum im Polittbüro begeistert. Aber voll. Marco Tschirpkes Lapsuslieder sind Meisterwerke der Andeutung und des Unvollständigen. Ob es um Rapunzels neue Kurzhaarfrisur geht oder um einen Schußwechsel in Fulda - dieser Mann verschont uns mit Wesentlichem und sagt trotzdem alles.Gewinner des "Bielefelder Kabarettpreises 2004" und Solisten-Publikumspreisträger des
SWR-Kabarettpreises "Stuttgarter Besen 2005". Super Typ. Ein ewiger Wechsel: Yin und Yang, kalt und heiß, Krämer und Tschirpke- Ich'n Lied, du'n Lied. "Marco Tschirpkes Musikkabarett strahlt wie eine Preziose, die auch noch glänzen wird, wenn sich die Kollegen in den Arenen abgenutzt haben" (Hamburger Morgenpost) "...dass Krämer mit feingeistigem (nicht jedoch: snobistischem) Humor, der Präzision seiner Performance, absoluter Professionalität und hintersinnigem Charme dem deutschsprachigen Slam einen unverhofften Glanz verlieh, der auch auf seine Nachfolger abstrahlt, kann kaum bestritten werden. Wie man so schön sagt: Dieser Mann zieht das Florett dem Schwerte vor und beherrscht es so elegant, dass er immer tödlich trifft. Damit ist er eine Ausnahmeerscheinung auf deutschen "Klein"kunstbühnen. Sebastian Krämer hat kaum Fans, er hat ergebene VerehrerInnen." (TAZ Berlin) www.sebastiankraemer.de
www.marco-tschirpke.de
So., 16. Dez.:
"The Road Poets" - Bandabend mit Songs von Waits-Dylan-Young von & mit: DAVID ALLERS (Waits vocals, Cajon) ALLAN D. JENSEN (Dylan vocals, Piano, Akkordeon, Blues Harp) ANDREAS CHRIST (Young vocals, Guitar, Bass)
Der Türsteher des Heritage Clubs in San Diego, Kalifornien 1969 war ein junger verschrobener Kauz mit Zigarette im Mundwinkel und der Bibel der Beat-Generation "On the Road" von Jack Karouac unter seinem Arm. Ein Jahr später steht Thomas Alan Waits das erste mal für 6 Dollar Gage selber auf der Bühne und singt die Lieder seines großen Vorbilds Bob Dylan. Während dieser Zeit hat der Kanadier Neil Young schon mit seiner Band in Woodstock gespielt und wurde der Vater des Grunge und Bob Dylan der den Folk-Rock erfand hatte sich ins Privatleben zurückgezogen. Niemals standen Waits, Dylan und Young gemeinsam auf der Bühne. Im neuen Szenischen Bandabend von David Allers (war im Polittbüro mit seinem Liederabend "Georges Brassens" und als Partner von B. Klaußner im "Anarchistischen Bankier" zu sehen), Allan D. Jensen und Andreas Christ treffen diese drei Revolutionäre der US-Musikgeschichte nun aufeinander, spielen ihre Songs und lesen Texte ihrer
literarischen Vorbilder Kerouac, Ginsburg und Burroughs.
Di., 18.Dez. bis Di., 1. Jan (außer 24. 12.)
LISA POLITT & Band (Gunter Schmidt,...) :
"Wozu reden, sag" ich immer"
Mal ehrlich, warum wird zu Weihnachten gesungen: Damit nicht gestritten wird. Gemäß der schönen Redensart, derzufolge der deutsche Schlager gesungen wird, weil er nicht der Rede wert ist, begibt sich Lisa Politt mit ihrem konfliktfähigen Partner GUNTER SCHMIDT auf die wissenschaftliche Recherche nach der Bedeutung des gemeinsam verübten Gesanges in deutschen Wohnzimmern. Die Zeiten werden härter, und wer sich mit seinen Angehörigen nicht endgültig zerstreiten und womöglich das Erbe gefährden will, der sieht zu, dass ihm der Mund überquillt mit Dingen, die nicht der direkten Rede bedürfen. Bloss nicht über Politik reden. Und wenn die Weihnachtsgans ihr Übrigens getan und man wirklich nicht mehr die körperliche Verfassung hat, NOCH mehr zu essen, dann wird gesungen. Lisa Politt hat ich dieses Motto auf die Fahnen geschrieben und wird sich zur lautstarken Konfliktvermeidung Kollegen mit auf die Bühne hohlen. Und singen, dass die Schwarte kracht. Und
NICHT über Politik reden. - Oder doch..? - Zumindest, so viel lässt sich sagen, werden viele altbekannte Hits von Lisa Politt und Gunter Schmidt zu hören sein.