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WideBlick - Potential-Entwicklungs-Magazin für junges Denken: Themen, die diskussionswürdig sind. Musik, die hörenswert ist. Filme, die sehenswert sind. Fakten, die wissenswert sind. (Musik, Aphorismen, Politik, Umwelt, Filme, Kunst, Pädagogik, Termine). Thematisch gibt es fast keine Begrenzungen. (Kein Mainstream!)

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»brenne und sei dankbar« eine Wanderausstellung für Tanz- und Theaterschaffende und ihr Publikum

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»brenne und sei dankbar«
eine Wanderausstellung für Tanz- und Theaterschaffende und ihr Publikum
27.September bis 14.Oktober, tägl. außer mo. 12 - 18 Uhr
Vernissage am 26. September um 19.30 Uhr
im Festivalzentrum von 150% Made in Hamburg, Große Bergstr. 229, 22767 Hamburg
Liebe Freundinnen und Freunde von 150% Made in Hamburg, liebe Tanz- und Theaterschaffende,
im Jahr 2010 veröffentlichte der Fonds Darstellende Künste den „Report Darstellende Künste“, eine Studie zum Freien Theater, die zeigt: Ungeachtet der hohen künstlerischen Qualität des Freien Theaters, seiner Vielfalt und seiner positiven Resonanz beim Publikum, ist der Blick auf die wirtschaftliche, soziale und arbeitsrechtliche Lage der freien Tanz- und Theaterschaffenden in Deutschland der Blick in eine trostlose Gegend.
Die Freie Tanz- und Theaterszene besteht aus unabhängigen, professionellen Einzelkünstlern und Künstlergruppen, die künstlerisch und finanziell eigenverantwortlich produzieren. Für diese gibt es verschiedene Möglichkeiten der öffentlichen Unterstützung, wenn auch auf einem deutlich niedrigeren finanziellen Niveau als für Staats-, Stadt- und Landestheater.
Die angespannte finanzielle Lage in Ländern und Kommunen bedroht jedoch diese Vielfalt. Die Kulturnation Deutschland sucht mehr und mehr, ihre kulturellen Aktivitäten marktwirtschaftlichen Prinzipien zu unterziehen, um mit immer weniger Geld Leistungsfähigkeit und Effizienz zu steigern. – Für Kunst- und Kulturschaffende sind die Folgen einschneidend. Für viele Theater- und Tanzschaffende sowie Bühnenbetreiber wird es zunehmend schwieriger, ausreichend Finanzmittel zu erhalten, um das vorhandene künstlerische Potential unabhängig von Verwertungszwängen abrufen zu können.
Die öffentliche Hand gibt in Deutschland für Freies Theater und Tanz höchstens 0,075 Prozent ihres Haushalts aus. In Hamburg liegt der Prozentsatz mit etwa 0,01 sogar weit darunter. Bei überdurchschnittlicher Qualifikation – knapp zwei Drittel haben einen akademischen Abschluss, 90 Prozent sprechen eine und 38 Prozent zwei und mehr Fremdsprachen – verdienen freie Theatermacher im Schnitt 5 Euro die Stunde. 
Doch Künstler sind zwar arm, aber sexy. Sie sind cool, sie sind unabhängig, sie schmieren den Motor der aktuell hoch im Kurs stehenden Kreativwirtschaft und stärken den Imagefaktor der Stadt. Sie sind die Avantgarde der modernen Arbeitswelt: immer flexibel, eigenverantwortlich und stets bereit, jegliches unternehmerische Risiko ganz allein zu tragen. Dabei kosten sie den Staat nicht mehr als 100 Euro pro Kopf und Jahr, wobei jeder in die Kultur investierte Euro nach Ansicht vieler Experten volkswirtschaftlich gesehen auch noch zwei- bis dreifach zurückkommt.
Welchen Preis die Künstler selbst, aber auch die Gesellschaft, vor allem langfristig, für dieses vermeintlich hippe Arbeitsleben zahlen, veranschaulicht die Ausstellung »brenne und sei dankbar«, die ab dem 26. September – nach der Premiere in der Akademie der Künste, Berlin – nun auch im im Festivalzentrum von 150% Made in Hamburg zu sehen ist.  Und die Künstler sind nur die Vorhut, die zeigt, wie die Arbeitswelt in Zukunft für Viele aussehen wird.
Konzept & Realisierung: TESTSET – Gesche Piening und Ralph Drechsel, München.
Gefördert durch das Kulturreferat der Landeshauptstadt München und den ver.di-Bundesvorstand – Fachgruppe Theater und Bühnen.
Mit freundlicher Unterstützung von: Akademie der Künste, Berlin, Bundesverband Freier Theater e. V. (BuFT) und Fonds Darstellende Künste e. V.
Aktuelle Informationen zum Festival 150% Made in Hamburg finden Sie ab sofort unter  www.festival150prozent.de. Kartenreservierung unter reservierung@festival150prozent.de oder 040.36196549 (nur AB ).
Das Festival wird gefördert von der Hamburger Kulturbehörde, dem Fonds Darstellende Künste, der Hamburgischen Kulturstiftung und der Rudolf Augstein-Stiftung und von der Firma atlantismedia sowie cambio carsharing unterstützt.
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