Overblog Alle Blogs Top-Blogs Mode, Kunst & Design
Edit post Folge diesem Blog Administration + Create my blog
MENU

WideBlick - Potential-Entwicklungs-Magazin für junges Denken: Themen, die diskussionswürdig sind. Musik, die hörenswert ist. Filme, die sehenswert sind. Fakten, die wissenswert sind. (Musik, Aphorismen, Politik, Umwelt, Filme, Kunst, Pädagogik, Termine). Thematisch gibt es fast keine Begrenzungen. (Kein Mainstream!)

Werbung

»brenne und sei dankbar«, ab 26. September, Eintritt frei, FESTIVALZENTRUM, Große Bergstr. 229

159prozent

 

Der Fonds Darstellende Künste veröffentlichte 2010 den „Report Darstellende Künste“, eine Studie zum Freien Theater, die zeigt: Der Blick auf die wirtschaftliche, soziale und arbeitsrechtliche Lage der freien Tanz- und Theaterschaffenden in Deutschland ist der Blick in eine trostlose Gegend.

Die öffentliche Hand gibt in Deutschland für Freies Theater und Tanz höchstens 0,075 Prozent ihres Haushalts aus. In Hamburg liegt der Prozentsatz mit etwa 0,01 sogar weit darunter. Bei überdurchschnittlicher Qualifikation – knapp zwei Drittel haben einen akademischen Abschluss, 90 Prozent sprechen eine und 38 Prozent zwei und mehr Fremdsprachen – verdienen freie Theatermacher im Schnitt 5 Euro die Stunde. 


Doch Künstler sind zwar arm, aber sexy. Sie sind cool, sie sind unabhängig, sie schmieren den Motor der aktuell hoch im Kurs stehenden Kreativwirtschaft und stärken den Imagefaktor der Stadt. Sie sind die Avantgarde der modernen Arbeitswelt: immer flexibel, eigenverantwortlich und stets bereit, jegliches unternehmerische Risiko ganz allein zu tragen. Dabei kosten sie den Staat nicht mehr als 100 Euro pro Kopf und Jahr, wobei jeder in die Kultur investierte Euro nach Ansicht vieler Experten volkswirtschaftlich gesehen auch noch zwei- bis dreifach zurückkommt.


Welchen Preis die Künstler selbst, vor allem langfristig, für dieses hippe Arbeitsleben zahlen, veranschaulicht die Ausstellung »brenne und sei dankbar«, die ab dem 26. September im Festivalzentrum von 150% Made in Hamburg zu sehen ist. Und die Künstler sind nur die Vorhut, die zeigt, wie die Arbeitswelt in Zukunft für Viele aussehen wird.

 

ab 26. September

tägl. außer montags

12 - 18 Uhr

Eintritt frei

 

FESTIVALZENTRUM

Große Bergstr. 229

 


 

Konzept & Realisierung: TESTSET – Gesche Piening und Ralph Drechsel, München.

Gefördert durch das Kulturreferat der Landeshauptstadt München und den ver.di-Bundesvorstand – Fachgruppe Theater und Bühnen.

Mit freundlicher Unterstützung von: Akademie der Künste, Berlin, Bundesverband Freier Theater e. V. (BuFT) und Fonds Darstellende Künste e. V.

 

 

Quelle/Weiterlesen:

http://www.festival150prozent.de/ausstellung-theater-hamburg.html

Werbung
Zurück zu Home
Diesen Post teilen
Repost0
Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentiere diesen Post