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WideBlick - Potential-Entwicklungs-Magazin für junges Denken: Themen, die diskussionswürdig sind. Musik, die hörenswert ist. Filme, die sehenswert sind. Fakten, die wissenswert sind. (Musik, Aphorismen, Politik, Umwelt, Filme, Kunst, Pädagogik, Termine). Thematisch gibt es fast keine Begrenzungen. (Kein Mainstream!)

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Armutsbericht des PARITÄTISCHEN: Jeder neunte Erwachsene und jedes fünfte Kind lebt in Hamburg in Armut

Jeder neunte Erwachsene und jedes fünfte Kind lebt in Hamburg in Armut. Das geht aus dem „Armutsbericht 2011“ des PARITÄTISCHEN Wohlfahrtsverbandes hervor. Während es in der Hansestadt seit 2005 zwar weniger Menschen gebe, die von Armut bedroht seien, stagniere die Zahl der armen Kinder auf einem erschreckend hohen Niveau, warnt der Paritätische. Der Verband fordert den Hamburger Senat auf, die zunehmende soziale Spaltung in der Stadt zu bekämpfen. Rund 190.000 Menschen sind laut PARITÄTISCHEM Armutsbericht in Hamburg armutsgefährdet 13,3 Prozent). Darunter sind über 50.000 Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren (21,8 Prozent), die in Hartz-IV-Haushalten leben – der bundesweite Schnitt liegt bei 15 Prozent. „Dass weniger Menschen von Armut bedroht sind, ist auf den ersten Blick ermutigend“, sagt Joachim Speicher, Geschäftsführer des PARITÄTISCHEN Hamburg. „Wenn allerdings jedes fünfte Kind – in manchen Stadtteilen jedes zweite Kind – in Armut lebt, dann heißt das auch, dass diese Kinder in einem Umfeld aufwachsen, das von Mangel, Ausgrenzung und oft auch Hoffnungslosigkeit geprägt ist. Jedes fünfte Kind wird im schlimmsten Fall seiner Bildungschancen beraubt und damit auch später kaum Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben.“ Der PARITÄTISCHE fordert den Hamburger Senat auf, eine konsequente Armutspolitik zu verfolgen, sich für höhere Hartz-IV-Regelsätze stark zu machen, den öffentlich geförderten Beschäftigungssektor auszubauen und die abgehängten Stadtteile zu stärken. Rund 12 Millionen Menschen sind laut Armutsbericht in Deutschland armutsgefährdet – 14,5 Prozent der Bevölkerung. Die Quote verharrt seit sechs Jahren auf diesem Niveau. Auch in Jahren mit starkem Wirtschaftswachstum wie 2006, 2007 oder 2010 ist die Armut nicht zurückgegangen, zeigt der Bericht. Zur Finanzierung der notwendigen Reformen fordert der Verband eine deutlich stärkere Besteuerung von großen Erbschaften, Vermögenden sowie hohen Einkommen. → Den Bericht, weitere Informationen und eine detaillierte Suchfunktion nach Postleitzahlen finden Sie im Internet unter: www.der-paritaetische.de/armutsbericht2011

 

(Pressemitteilung vom 21.12.2011)

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