WideBlick - Potential-Entwicklungs-Magazin für junges Denken: Themen, die diskussionswürdig sind. Musik, die hörenswert ist. Filme, die sehenswert sind. Fakten, die wissenswert sind. (Musik, Aphorismen, Politik, Umwelt, Filme, Kunst, Pädagogik, Termine). Thematisch gibt es fast keine Begrenzungen. (Kein Mainstream!)
Die altonale ist eine der ersten deutschen Großveranstaltungen, die sich dem
Thema der nachhaltigen Ausrichtung verschrieben hat. Seit 2010 beschreiten die
Festival-Veranstalter den Weg zu einem umweltfreundlichen Kulturfestival.
Denn die altonale GmbH hat erkannt, dass sie mit ihrer Veranstaltung wie kaum
ein anderes Medium das Bewusstsein vieler Menschen erreicht und somit ein
ideales Kommunikationsmittel für nachhaltige Themen hat.
Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft in Balance zu bringen ist die große
Herausforderung unserer Zeit. Nachhaltigkeit ist zum Schlagwort des
Jahrtausends geworden und den Menschen wird zunehmend bewusster, dass
sie die Zukunft ihrer Welt selbst in der Hand haben.
Mit dem Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND Hamburg)
wurden 2010 bereits erste Ideen für eine nachhaltige Veranstaltungsplanung
entwickelt. In diesem Jahr, in dem Hamburg den Titel „Umwelthauptstadt
Europas“ trägt, werden für alle altonale Veranstaltungen systematisch
Maßnahmen entwickelt und umgesetzt, um die Umweltbelastung zu senken. Die
Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt unterstützt das Vorhaben finanziell.
Ein „Umwelt-Team“ begleitet innerhalb der altonale GmbH die Umsetzung. Es
entwickelte zum Beispiel eine Ökomeile auf dem altonale straßenfest, kümmert
sich um die Kompensation von Flugmeilen eingeladener Künstler und berät die
31 altonale Gesellschafter, Kulturschaffenden und Standbetreiber auf dem
altonale straßenfest in Fragen des Umweltmanagements.
Zunächst hat sich die altonale GmbH Umweltziele gesetzt, die die Festival-
Macher vor allem vor organisatorische Herausforderungen stellt. Hierfür wurden
Checklisten und Leitfäden für jeden Kulturorganisator entwickelt,
Einzelberatungsgespräche angeboten und Workshops durch das Umwelt-Team
durchgeführt. Themenschwerpunkte in diesem Jahr sind, neben allgemeinen
Grundlagen, Mobilität, Ressourcenschonung, strategischer Konsum und
Müllvermeidung. Zudem hat sich der Veranstalter vorgenommen, Umweltschutz
und soziale Gerechtigkeit als Leitbilder der altonale zu etablieren und die
Besucher des Festivals über diese Themen zu informieren. Damit will die
altonale GmbH eine nachhaltige Entwicklung in der Gesellschaft anstoßen:
Verantwortungsvoll mit Ressourcen umgehen
Das bedeutet konkret, dass die altonale GmbH den Wasser- und
Energieverbrauch reduziert und erstmalig misst, wie viel konsumiert wurde.
Das altonale straßenfest wird ausschließlich mit Strom aus erneuerbaren
Energien versorgt. Abfall soll verringert werden. In Zusammenarbeit mit der
Stadtreinigung Hamburg wurde ein Mülltrennsystem entwickelt, um so viele
Reststoffe wie möglich in den Recyclingkreislauf zurückzuführen. Somit wird es
auf dem altonale straßenfest viele Müllstationen für getrennte Entsorgung geben.
Beitrag zum Klimaschutz
Die altonale ist eine internationale Veranstaltung. Dem Veranstalter ist jedoch
bewusst, dass die internationale Ausrichtung des Kulturfestes mit Blick auf die
Umwelt problematisch ist. Denn die eingeladenen Künstler besteigen meistens
ein Flugzeug, um nach Hamburg zu gelangen. Die CO2-Emissionen, die auf den
Flügen der Künstler entstehen, will die altonale GmbH jetzt „kompensieren“,
indem sie Klimaschutzprojekte unterstützt. Zudem wollen die Gesellschafter die
Festival-Besucher motivieren, ihr Auto stehen zu lassen und öffentliche
Verkehrsmittel zu nutzen. Außerdem plant die altonale GmbH Kooperationen mit
Organisationen, die die Besucher informieren, wie sie im Alltag aktiven
Klimaschutz betreiben können.
Ein öko-faires Angebot für altonale straßenfest-Besucher
Auch bei der Wahl der Produkte und der Kooperationspartner wie etwa Cateringoder
Merchandising-Anbieter denkt die altonale GmbH an die Umwelt. Das
macht sich unter anderem in der Büroorganisation bemerkbar, wirkt sich aber
auch auf das Standangebot auf dem altonale straßenfest aus. In diesem Jahr
gibt es erstmalig eine Ökomeile auf dem Straßenfest. Bei der Wahl der
Teilnehmer orientieren sich die Organisatoren der Ökomeile an Labels und
Zertifikate, die Hinweise auf ökologische, aber auch soziale Produktionskriterien
geben. Fast dreißig Teilnehmer haben sich bis heute für die Ökomeile
angemeldet und bilden ein Potpourri aus Verkaufs-, Informations- und
Aktionsständen. Mit dabei sind unter anderem die Hamburger Sozialunternehmer
von LemonAid und ChariTea, sowie der Biofrüchtelieferant BIOBOB.
Als ein ganz besonderes Highlight präsentiert sich MORGENWELT ROCKS, die
erste mit Muskelkraft betriebene Bühne Europas. Anrainer der „Fahrraddisko“ ist
der eigene „altonale goes green“-Stand. Hier stehen altonale-Mitarbeiter Rede
und Antwort zu Umweltfragen.
Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit als Leitbilder
Die altonale birgt Potenziale, die Besucher auf affektive und spielerische Art für
Themen nachhaltiger Entwicklung, Umwelt- und gesellschaftlicher Probleme zu
sensibilisieren. Mit Hilfe der Info- und Ökomeile, auf der Non-Profit
Organisationen, Verbände und Vereine vertreten sind, will die altonale GmbH
Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit als Leitbilder der altonale etablieren und
vor allen Dingen die Besucher informieren. Mit dabei ist beispielsweise der in
Hamburg St. Pauli entstandene Trinkwasserhilfsverein Viva con Agua oder die
Schutzgemeinschaft Deutscher Wald. Ziel ist außerdem, dass die Mitarbeiter,
Gesellschafter und Kooperationspartner der altonale GmbH ein ökologisches
Bewusstsein und Werteverständnis entwickeln. Hierfür bietet die altonale GmbH
regelmäßig Workshops, etwa zu Umweltmanagement an.