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WideBlick - Potential-Entwicklungs-Magazin für junges Denken: Themen, die diskussionswürdig sind. Musik, die hörenswert ist. Filme, die sehenswert sind. Fakten, die wissenswert sind. (Musik, Aphorismen, Politik, Umwelt, Filme, Kunst, Pädagogik, Termine). Thematisch gibt es fast keine Begrenzungen. (Kein Mainstream!)

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66 Jahre Hiroshima/Nagasaki – 15 Jahre IGH-Gutachten - Atomwaffen aus Deutschland abziehen und weltweit ächten

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66 Jahre Hiroshima/Nagasaki – 15 Jahre IGH-Gutachten
Atomwaffen aus Deutschland abziehen und weltweit ächten


Über 20 Jahre nach Ende des Kalten Krieges und 66 Jahre nach den Atombombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki lagern weltweit noch immer mehr als 20.000 Atomwaffen, viele davon jederzeit einsatzbereit. Deutschland ist dabei nicht außen vor, denn geschätzte 20 einsatzbereite US-Atomwaffen sind in Büchel (Eifel) stationiert.

Während einerseits die weltweite Bewegung für die vollständige atomare Abrüstung zunehmend wächst, streben die Atomwaffenmächte die Modernisierung ihrer Arsenale an. Damit steigt auch die Gefahr der Verbreitung von Atomwaffen. Die Kampagne „unsere zukunft - atomwaffenfrei“ und viele weitere Akteure in Deutschland haben mit Aktionen und Lobbygesprächen für einen Abzug der Atomwaffen aus Büchel geworben. Mit Erfolg: Der Bundestag hat sich 2010 einhellig für den Abzug ausgesprochen.

Jetzt stehen die nächsten Schritte an. Denn: Eine Zukunft ohne Atomwaffen schafft neue Perspektiven für die Menschheit. Der Abzug der letzten in Deutschland verbliebenen Atomwaffen muss endlich durchgesetzt, eine Modernisierung der auch in Büchel gelagerten B-61-Bombe muss von Deutschland entschieden abgelehnt werden.

Am 8. Juli 1996 erklärte der Internationale Gerichtshof in Den Haag Atomwaffen für völkerrechtswidrig. 15 Jahre später ist es endlich Zeit, Atomwaffen zu ächten. Ächtung und Verbot von Atomwaffen - durch einen juristisch verbindlichen Vertrag, z.B. eine Nuklearwaffenkonvention - müssen zentrale Bausteine einer zukünftigen globalen Sicherheitsarchitektur werden. Das was im Konsens der Staaten für biologische und chemische Waffen sowie Landminen erreicht wurde, soll endlich auch für Atomwaffen gelten. Aus unserer Sicht gilt: Atomwaffen sind unbenutzbar, unmoralisch und illegal.

In diesem Sinne informieren wir Euch u.a. über die abgewiesene Klage von Elke Koller gegen die Bundesrepublik Deutschland, ermutigen Euch, den gemeinsam von unserer Kampagne, den Pacemakers und den Mayors for Peace entwickelten Aufruf „Atomwaffen abziehen und ächten“ zum 6.8. breit zu unterstützen und laden Euch nach Köln ein zur Strategiewerkstatt zum Aufbau einer neuen Abrüstungskampagne am 2./3. September.


Was steht an?

Aufruf jetzt unterstützen: 66 Jahre Hiroshima/Nagasaki: Atomwaffen aus Deutschland abziehen und weltweit ächten
Am 6. August jährt sich der Atombombenabwurf auf Hiroshima zum 66. Mal. An diesem Tag werden auch in Deutschland wieder mehrere Dutzend Veranstaltungen stattfinden, um für eine atomwaffenfreie Welt zu werben, darunter auch der Pacemakers-Radmarathon durch Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz mit 150 Teilnehmern. Um an diesem Tag neben den regionalen Veranstaltungen auch ein bundesweites Signal auszusenden, soll der Aufruf mit breiter Unterstützung aus allen Bereichen der Zivilgesellschaft am 6.August als Anzeige in der taz und der Frankfurter Rundschau veröffentlicht werden.
» Aufruf jetzt unterstützen

Öffentliche Fastaktion, vor dem Haupttor des Atomwaffenlagers in Büchel
Von 4. bis 9. August: am 4.8. Beginn der Fastaktion und Aufstellung des Friedenspfahls; 5.8. Kerzenwege durch Cochem und
Andacht um 20:15 auf dem Carl-Fritz-Nicolay-Platz zur japanischen Ortszeit des Atombombenabwurfs auf Hiroshima; 6.8. um 8:15 Uhr Andacht am Haupttor des JABO 33 zur deutschen Ortszeit des Bombenabwurfs auf Hiroshima, anschl. gemeinsame Fahrt zum ehemaligen Regierungsbunker in Ahrweiler; 8.8. um 11:00 Mahnwache auf dem Carl-Fritz-Nicolay-Platz in Cochem; 9.8. um 11:02 Uhr Mahnwache am Haupttor des JABO 33 zur deutschen Ortszeit des Atombombenabwurfs auf Nagasaki,
Ab 16:00 Uhr Abschluss der Fastenaktion und Abbau des Friedenspfahls.
» Mehr Infos
» Anmelden bei Dr. Elke Koller

» Übersicht über alle Aktionen zu Hiroshima/Nagasaki

Einladung Strategiewerkstatt 2./3. September in Köln
Wir sind seit vielen Jahren engagiert in der Kampagne „unsere zukunft atomwaffenfrei“ und wollen Euch einladen, mit uns gemeinsam im Rahmen einer Strategiewerkstatt im Friedensbildungswerk Köln zu überlegen, wie wir in Deutschland eine breite gesellschaftliche Basis für die Ächtung von Atomwaffen erreichen können. Ihr seid herzlich eingeladen, die Strategiewerkstatt mit Euren Erfahrungen und Eurem kreativen Input zu bereichern, damit wir eine neue Abrüstungskampagne auf den Weg bringen können. Los geht´s am 2. September ab 19 Uhr mit einem Kamingespräch. Fortgesetzt wird die Werkstatt am Samstagmorgen, 3. September ab 9 Uhr 30.
» Anmeldungen, Rückfragen und weitere Informationen

Ziel: 5000 Bürgermeister für den Frieden bis zum Hiroshima-Tag
Am 1. Juli 2011 stieg die Zahl der Mitgliedsstädte bei Bürgermeister für den Freiden weltweit auf 4.803 in 151 Ländern und Regionen. Das Ziel ist, bis zu den Jahrestagen von den Atombombenabwürfen auf Hiroshima (6.8.) und Nagasaki (9.8.) 5000 Mitglieder erreicht zu haben. Daher lädt der Verband alle ein, kräftig für neue Mitglieder zu werben. Das Ziel für Deutschland sind 400 Mitglieder. Wir sind fast am Ziel, helft uns es noch zu erreichen!
» Liste der Bürgermeister für den Frieden in Deutschland


Nachrichten

23.07.2011
Vatikan fordert Verzicht auf Atomwaffen
Domradio «Der Vertreter des Heiligen Stuhls bei den Vereinten Nationen in New York, Erzbischof Francis Chullikatt, hat einen vollständigen Verzicht auf Nuklearwaffen gefordert. Weltweit gebe es immer noch rund 20.000 Nuklearwaffen, für deren Instandhaltung und Modernisierung jährlich insgesamt 100 Milliarden Euro ausgegeben würden, sagte der Vatikandiplomat in einem Interview mit Radio Vatikan am Freitag.»
» Artikel lesen

21.07.2011
Klage gegen US-Atomwaffen abgewiesen
Elke Koller hatte Klage gegen die Bundesrepublik Deutschland erhoben wegen der völkerrechtswidrigen Lagerung von Atomwaffen in Büchel, in unmittelbarer Nähe ihres Wohnortes. Nachdem das Verwaltungsgericht Köln die Klage Mitte Juli abwies, geht Elke Koller in die nächste Instanz, mit Unterstützung zweier Anwälte.
» Übersicht über die Presseresonanz (siehe Medienecho in der rechten Leiste)

19.07.2011
Werden US-Atomwaffen in Büchel erneuert?
Mittelrhein-Hunsrück-Kurier: «Die Stationierung eines neuen Atomwaffentyps in Büchel befürchtet der SPD Europaabgeordnete Norbert Neuser. Neuser stützt seine Annahme auf Aussagen des Auswärtigen Amtes in Berlin. Entsprechend der von CDU/CSU und FDP beschlossenen Koalitionsvereinbarung hatten die Regierungsparteien angekündigt, sich für den Abzug der letzten in Deutschland stationierten US-Atomwaffen einzusetzen. Da nach zwei Jahren konservativ-liberaler Regierungsarbeit bisher noch keine Ergebnisse vorliegen, hatte Neuser entsprechend in Berlin nachgehakt.»
» Artikel lesen

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