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20. Mai 2013 1 20 /05 /Mai /2013 17:10



Kindertagesstätten müssen her, damit die Frau auch gleich nach Eintritt der Mutterschaft voll im Berufsleben stehen kann!«, so tönt es aus Medien und von den Politikern. Nichts hingegen vernimmt man davon, dass solche Kinderdepots der Gesellschaft vehement schaden können. Genau das wurde aus Schweden ruchbar: Ungeschönte Informationen aus dem sozialen und sonstigen Vorbildland, das außerhalb des Ostblocks die längste Tradition von staatlich organisierten Tagesstätten für Kleinkinder aufweist.

Fakten gemäß scheint sich besagte Tradition als das größte soziale und wirtschaftliche Desaster des Jahrhunderts zu entpuppen. Manche Kritiker des Krippensystems stellen daher die Frage, welcher Geist hinter einer solcher Entwicklung waltet, und welches Ziel die schwedische Regierungspartei bei der Herausgabe eines gesellschaftspolitischen Buches mit dem Titel Die Familie der Zukunft: eine sozialistische Politik für die Familie verfolgen mag. Ein Buch, in dem die Forderung erhoben wird, die emotionale, intellektuelle und materielle Entwicklung der Kinder in die Verantwortung des Staates zu stellen, wie man das eigentlich nur aus totalitären Regimes zu kennen glaubte. Kinder werden als »Hindernisse für die Emanzipation der modernen Frau« bezeichnet, was manche fatal an die Aussage eines früheren schwedischen Premierministers erinnert, der den Tod der Hausfrau verkündet hatte. Einer seiner Minister hatte damals bekräftigend ergänzt, die Hausfrau gehöre ins Museum. Eine große Tageszeitung formulierte diese Ansicht noch deutlicher: Hausfrauen seien »Verräter«.

Konform mit dieser Ideologie fließen enorme Beträge in das System der schwedischen staatlichen Kindertagesstätten. Familien oder Alleinstehende, die ihre Kinder selbst aufziehen wollen, erhalten hingegen nichts. Sie haben stattdessen eine größere Steuerlast zu tragen als diejenigen, die sich dem System anpassen.

Die Wirklichkeit des »schwedischen Paradieses« deckt sich mittlerweile immer weniger mit den damit verbundenen Visionen, die nach wie vor mit großem Aufwand propagiert und verwirklicht werden. Jedes Jahr verüben mehr als 100 Kinder Selbstmord, viele davon nicht älter als vier, fünf oder sechs Jahre. In Schweden, einem Land mit neun Millionen Einwohnern, ist die Kinderselbstmordrate damit gleich hoch wie in Deutschland mit 80 Millionen Einwohnern.

Die Lehrer beklagen, dass sie viel Zeit aufwenden müssen, den Kleineren Benehmen und alltägliche Verrichtungen beizubringen, beispielsweise wie man das Besteck handhabt ohne sich zu verletzen, wie man Schnürsenkel zubindet oder ein Hemd zuknöpft. In den Schulen herrscht Gewalt. Eltern und Lehrer werden bedroht und zusammengeschlagen. Eine steigende Zahl der Kinder verlässt die Schule nach neun Jahren als funktionelle Analphabeten.

Das Kinderkrippensystem auf dem Prüfstand

Einige Zitate aus dem Bereich der Entwicklungs- und Verhaltenspsychologie:

    Ein Säugling/Kleinstkind bedarf für einen gesunden Start ins Leben, ja für das Überleben, einer verlässlichen Hauptbezugsperson (nicht zwangsweise der Mutter), zu der eine exklusive, primäre Bindung besteht, bzw. aufgebaut wird.

    Diese zentrale Rolle wird erfüllt durch eine Person, die in dieser Phase der raschesten neurophysiologischen Entwicklung des Menschen ein sicheres, von Empathie und Kontinuität gezeichnetes Reaktionsmuster zeigt.

    Dies wiederum ist Voraussetzung für das gesunde Erforschungsverhalten des Kindes und somit Basis für seine seinen Anlagen entsprechende kognitive sowie seine psychosoziale Entwicklung. Intelligenzminderung, Antriebsarmut aufgrund von Depression, Rohheit, antisoziales Verhalten, psychische Labilität bis zum Selbstmord, Drogensucht usw., die als Folge von mangelnder Bindung entstehen, können so vermieden werden (Erscheinungen, die in der DDR signifikant auftraten und in Skandinavien immer noch präsent sind).

Historiker wissen, dass das Kinderbetreuungs-Großexperiment in den kommunistischen Ländern ein Desaster war. Gehirnforschung, Bindungsforschung, psychologische Forschung wissen auch warum: Weil ein Kind am besten gedeiht, wenn es in den ersten drei Jahren in der Obhut der Mutter ist. Wird es vorzeitig von dieser getrennt, sind nicht selten Bindungsschäden die Folge, die langfristige negative Auswirkungen auf die seelische Gesundheit, das Sozialverhalten und die Leistungskraft des Individuums haben. Gewiss gibt es Eltern, die ihrer Verantwortung nicht gewachsen sind. Ihr Anteil wird jedoch auf etwa fünf Prozent geschätzt.

Massenbetreuung bedeutet zudem eine zusätzliche gesundheitliche Gefährdung des jungen Kindes. Atemwegserkrankungen, Gastroenteritiden usw. häufen sich. Je jünger ein Kind, desto bedrohlicher sind solche Erkrankungen.

Da ein Krippenplatz mit mindestens 2.000 Euro pro Monat veranschlagt wird, ist der von Fachleuten geforderte Personalschlüssel von einer Betreuerin auf höchstens vier Kleinstkinder zwar wünschenswert, aber praktisch unbezahlbar.

Fazit: Ungeachtet dieser Fakten werden Mütter politisch genötigt, ihre Nachkommenschaft in einem Alter, in dem die Mutter/Kind-Bindung extrem wichtig ist, Fremden zu überantworten. Dazu gesellt sich Propaganda in so gut wie allen Medien. »Nur-Mütter« werden als faul, unmodern, unprofessionell und arbeitsscheu dargestellt oder sind einfach »Verräter«. Da die Ächtung und der Druck zunehmen, spricht Frau nicht darüber, denn sie unterliegt der absurden, für manche geradezu unmenschlichen, aber unentwegt lauthals verkündeten Forderung »sich vom Kind zu emanzipieren«.

Das Robert-Koch-Institut hat 2006 in einer Untersuchung ermittelt, dass die große Mehrzahl der Mütter junger Kinder nicht einer bezahlten Arbeit nachgeht. Bei Kindern bis ins Schulalter hinein wird Erwerbstätigkeit höchstens in Teilzeit ausgeübt. Die allerwenigsten Frauen arbeiten Vollzeit außer Haus – und sie wollen es auch nicht.

Medizinisches und Erlebtes

Interessant in dem Zusammenhang erscheint eine bescheidene ARD-Teletext-Meldung vom 27. Mai 2007, in der von Medizinern dringend geraten wird, Kleinkinder gegen Darmdurchfall zu impfen, da – wohlgemerkt! – in Kindertagesstätten und Kinderkrippen das Ansteckungsrisiko besonders hoch sei. Betont werden muss, dass es sich dabei um »Rota-Viren« handelt, die für extreme Durchfallerkrankungen bis hin zu tödlicher (!) Dehydrierung verantwortlich sind und deren schwerste Krankheitsverläufe in der Altersgruppe zwischen sechs Monaten und zwei Jahren stattfinden. Auch die hoch ansteckenden und für Kleinkinder sehr gefährlichen Noro-Viren sind zunehmend anzutreffen.

Aus einer Tageszeitung: Mutter aus Österreich, die berufstätig sein muss, berichtet: »Mitunter weint mein zweijähriger Sohn schon im Auto, wenn er das Gebäude sieht. Dann ist er nicht mehr zu beruhigen. Seine Lieblingsdecke und sein Kuscheltier fest im Arm, schickt er sich jeden Tag in das Unvermeidliche …«

Die Psychoanalytische Vereinigung Deutschlands warnt: »Zu lange Trennung von den Eltern bedeutet in der frühen Kindheit einen bedrohlichen Verlust der Lebenssicherheit, auch weil Sprach- und Zeitverständnis des Kindes noch nicht weit genug entwickelt sind, um Verwirrung oder Angst mit Erklärungen zu mildern. Trennungserfahrungen in frühem Alter werden im Körper gespeichert. Sie tauchen als Ängste wieder auf. Anhaltendes Weinen und Schreien, später Verstummen, Schlaf- und Essstörungen können Auswirkungen der so hervorgerufenen seelischen Überforderung sein.

Kinder sind in diesem Altern noch nicht gruppenfähig. Weil ihnen in der Krippe eine konkrete Bezugsperson fehlt, können sie kein Grundvertrauen entwickeln und werden später von Beziehungsängsten geplagt, was sich in der Scheidungsrate widerspiegelt.

Je länger die Kinder von den Eltern getrennt sind, desto höhere Werte des Stresshormons Cortisol sind bei ihnen nachweisbar, haben Wissenschaftler herausgefunden. Späteres aggressives Verhalten in der Schule könnte die Folge sein, was mithin die steigende Schulgewalt erklären mag.

Ehemalige DDR-Krippenkinder können ein Lied von in der frühesten Jugend erworbenen Ängsten singen. Viele von ihnen verfolgt noch heute das Trauma, das sie erlitten haben, als sie im Alter von zwei bis drei Jahren ins dort allgegenwärtige Krippensystem kamen.

Zitat einer jungen Frau: »Wenn meine Mutter mich in der Früh abgab und ging, hatte ich das Gefühl, ins Bodenlose zu fallen. Die Mutter geht und als kleines Kind weißt du nicht, wohin sie geht und ob sie wiederkommt. Du denkst, sie ist für immer weg. Ich schrie bis zur Besinnungslosigkeit. Dann setzte ich mich stundenlang in einen engen Leiterwagen ...« Die Betreffende wurde damals sehr krank. Erst als die Eltern sie aus der Krippe nahmen, normalisierte sich ihr Leben langsam wieder. Als Erwachsene ist sie überzeugt, dass die flächendeckende DDR-Krippenbetreuung bei Eltern das Verantwortungsgefühl für den eigenen Nachwuchs verringert, bzw. oftmals sogar zum völligen Verschwinden gebracht hat. Andernfalls wäre es wohl kaum in der Ex-DDR verbreitet gewesen, selbst im Falle der seltenen Arbeitslosigkeit Kinder ganztätig in der Einrichtung zu lassen, um ihnen kein Mittagessen kochen zu müssen. Ein Phänomen, das in den westlichen Krippen ebenfalls präsent sein soll. Krippenerzieherinnen berichten, selbst kranke Kinder würden abgegeben, weil den Eltern »das Gequengel auf den Nerv fällt«.

In Österreich beklagen Kindergärtnerinnen, dass sogar ansteckende Krankheiten verheimlicht werden, wobei weniger Lieblosigkeit der Grund für die »Abschiebung« fiebernder Kleinkinder ist, sondern blanke Not, da arbeitende Elternteile um ihren Job fürchten, wenn sie zu oft Pflegurlaub nehmen.

Selbst das ist wohl noch weit besser als gelegentliches Zu-Tode-Schütteln, wie es immer wieder vorkommt, wenn Männer von der Betreuung kreischender Kleinkinder überfordert sind. Manche befürchten einen dramatischen Anstieg von Kindesmisshandlungen, sollte tatsächlich ein »Papa-Monat« verpflichtend werden, wie ihn der österreichische Sozialminister immer wieder vorschlägt. Ende Januar 2008 ging eine besonders erschreckende Kindesmisshandlung durch die Medien: Ein 25-jähriger Vater hatte seine 17 Monate alte Tochter zu Tode geprügelt, weil sie seine Spielkonsole zu Boden geworfen hatte.

All diesen Erfahrungen zum Trotz soll das Kinderkrippensystem europaweit etabliert werden, zu welchem Ziele die EU apodiktisch die Schaffung eines Betreuungsplatzes für jedes Kind verlangt. Manche fragen sich: »Soll die ganze EU nach DDR-Muster umgebaut werden?«

Ein Leser schrieb in der größten österreichischen Tageszeitung unter dem Titel »Mutter ist unersetzlich!«: »Die Tierwelt zeigt uns aber ein ganz anderes Verhalten! Diese hat in der Aufzucht ihrer Kleinen immer genügend Zeit. Deshalb stellt sich die Frage in diesem Zusammenhang, sind die Tiere gescheiter als die EU-Politiker?« Fast noch provokanter: War Stalin gescheiter als die EU-Politiker? Wenig bekannt, aber interessant ist, dass in der UdSSR zu Stalins Zeiten die Frauen natürlich auch zu den Werktätigen gehörten und in der Industrie eingesetzt wurden. Im Gegensatz zum hochgejubelten westlichen Krippensystem gab es jedoch unter Stalins Ägide Kinderkrippen in den jeweiligen Fabriken, in denen die Frauen für die diversen Jahrespläne malochten. Und – jetzt kommt’s – die Arbeiterinnen waren verpflichtet, in den dafür dezidiert vorgesehenen Arbeitspausen bei ihren Kindern zu sein. Wer hätte das gedacht, wo man dem Massenmörder Stalin keine große Fürsorge seiner Bevölkerung gegenüber zuschreiben kann. Die einzige Erklärung für dieses System ist daher praktischer Nutzen.

Als Fazit, so wird resümiert, scheinen Frauen mit dem geringsten »Brutpfleginstinkt«, die sich von ihren Kindern am leichtesten trennen, ohne dadurch in ihrer Arbeitsleistung beeinträchtigt zu sein, wie auch Kinder, denen lockere soziale Bindungen nichts ausmachen, am besten für die im Entstehen vermutete »One World« adaptiert zu sein, in der die Menschheit einer orientierungslosen Hammelherde gleicht.

Viktor Farkas

 

 

 

Quelle mit frdl. Genehmigung:

http://www.inhr.net/artikel/familie-zum-abschuss-freigegeben-%E2%80%93-kinder-ins-%C2%BBkinderdepot%C2%AB

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Published by WideBlick - in Pädagogik
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Kommentare

toberg 06/16/2013 11:00

naja, es ist ja auch kein normaler vorgang, kinder bei fremden leuten abzugeben...

Taty 06/13/2013 22:58

Ist aber schwer wenn mann das Kind yum ersten Mal im Kinder garden läst.

Rainer 06/07/2013 09:53

Also ich finde auch, dass es doch bitte jedem selbst überlassen bleiben soll, wann man mit der Arbeit nach der Geburt eines Kindes wieder beginnen soll. Meine Nichte macht das ganz richtig, sie
nimmt sich die Zeit und möchte die Kinder die ersten drei Jahre selber betreuen. Die Bindung zum Kind ist doch durch nichts zu ersetzen.

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